Gemeindebibliothek brechend voll


Väter finden Vorlesen wichtig - aber sie tun es leider viel zu selten oder gar nicht!
So das Ergebnis der letzten Vorlesestudie, die von der Stiftung Lesen durchgeführt wurde. Gerade aber für die Leseförderungs-Zielgruppe Jungen sind vorlesende Väter wichtige Vorbilder.
"Mein Papa liest vor" lautet deshalb ein Projekt der Gemeindebibliothek und der Erich Kästner-Schule. Mehr als fünfzig Väter und ihre Kinder fanden am letzten Mittwochabend den Weg in die Bibliothek, wo Frau Löhlein, die Leiterin, und Herr Pföhler die große Gästeschar zur Auftaktveranstaltung begrüßte und auf die Notwendigkeit des Lesens, besonders des Vorlesens der Väter, hinwies. Unsere drei männlichen Lesepaten, Herr Mikosch, Herr Bunz und Herr Richter lasen den anwesenden Kindern und ihren Vätern zwei Geschichten vor, die zweite Geschichte mit Unterstützung zweier anwesender Kinder. Im Anschluss wurden für alle Kinder, die gekommen waren, sechs Bücher ausgelost und alle zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Die Kinder nahmen ihre Väter an die Hand und suchten gemeinsam Bücher zum Ausleihen aus. Für die kommenden Besuche von Vater und Kind in der Bibliothek erhalten die Kinder einen Stempel. Und wer am Ende des Schuljahres die meisten Stempel hat, bekommt ein Buchgeschenk für fleißiges Lesen.
Der nächste Termin ist der 16. November. An diesem Tag ist der "Bundesweite Vorlesetag". In unseren Klassen werden deshalb Väter aus den eigenen Klassen den Kindern eigene Geschichten vorlesen.
Das Projekt "Väter lesen vor" wird im kommenden Jahr weitergeführt mit zweisprachigen Büchern, um den Kindern mit Migrationshintergrund und ihren Vätern ein interessantes Zusatzangebot zu machen. Die Gemeindebibliothek ist bereits auf der Suche nach guter und ansprechender Literatur. Heidrun Löhnlein und Sabine Haas an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für den unvergesslichen Abend in der Gemeindebibliothek.

Herbert Pföhler